Die Gemeinde Egelsbach hat einen Antrag im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)“ zur Erneuerung der 35 Jahre alten Tartanbahn gestellt, deren Belag deutliche Schäden und sicherheitsrelevante Mängel aufweist.
Gemeinde Egelsbach beantragt Förderung für Sanierung der Tartanbahn
Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren zum Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten"
- 03.02.2026
- Von: Carsten Mann
Die Gemeinde Egelsbach treibt die Modernisierung ihrer Sportinfrastruktur voran. Die Gemeindevertretung hat einstimmig beschlossen, einen Förderantrag zur Sanierung des Kunststoffbelags der 35 Jahre alten Leichtathletikanlage im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)“ zu stellen.
Um die Notwendigkeit der Maßnahme zu verdeutlichen, haben die Gemeinde Egelsbach und die Sportgemeinschaft Egelsbach die Bundestagsabgeordneten Björn Simon (CDU) und Tarek Al‑Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem Ortstermin eingeladen. Dabei wurde deutlich, dass die Laufbahn und die leichtathletischen Segmente erhebliche Schäden aufweisen: Der Belag ist verhärtet, zeigt Blasen und Ablösungen und erfüllt die sicherheitsrelevanten Anforderungen nicht mehr.
„Der Zustand wurde seit Jahren als kritisch eingestuft“, erklärt Bürgermeister Tobias Wilbrand. „Ohne eine Förderung war die Sanierung erst für 2027/2028 vorgesehen. Mit einer finanziellen Unterstützung des Bundes würden wir das Projekt vorziehen.“
Von der Modernisierung profitieren vor allem die SG Egelsbach mit rund 3.000 Mitgliedern – davon etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche – sowie die Wilhelm‑Leuschner‑Schule (WLS). Beide nutzen die Anlage intensiv für Trainingsbetrieb, Sportunterricht und Wettkämpfe. Die Kooperation im Programm „Kinderleichtathletik‑Kooperationsschule“ wird durch die Sanierung langfristig gesichert.
„Die neue Anlage wäre ein wichtiger Schritt für unseren Verein“, betont Wolfgang Schroth, 1. Vorsitzender der SG Egelsbach. „Sie schafft sichere Trainingsbedingungen und ermöglicht wieder Wettkämpfe bis auf Landesebene.“
Auch Christine Becker, Sportfachschaftssprecherin der WLS, sieht große Vorteile: „Für den Schulsport bedeutet die Sanierung mehr Verlässlichkeit und Sicherheit. Eine moderne, barrierearme Anlage stärkt zudem Teilhabe und Chancengerechtigkeit.“
Nach Erhalt eines Zuwendungsbescheids könnte die Bauausführung innerhalb von vier Monaten beginnen. Die Arbeiten würden – abhängig von der Witterung – rund sechs Wochen dauern. Neben einem neuen Kunststoffbelag sind auch die Erneuerung der Entwässerung, Korrekturen im Gefälle sowie barrierearme Übergänge vorgesehen. Langlebige Materialien und ein Wartungskonzept sollen die Lebensdauer der Anlage sichern.
Die Gemeinde strebt eine Förderung an, die den Haushalt spürbar entlastet. Die Gemeindevertretung hat daher festgelegt, dass das Vorziehen der Maßnahme an eine Mindestförderquote von 40 % geknüpft ist






